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Weiß Gott immer schon vorher, was ich mache und denke?

Mit nur 7 Jahren spielt die kleine Hanna bereits hervorragend Schach! Wie viele Male kam ihr Vater abends von der Arbeit und die beiden nahmen Opas altes Schachbrett vom Regal und so spielten sie. Anfangs freute sich Hanna, wenn ihr Vater sie gewinnen ließ. Jedoch mit zunehmendem Können ärgerte sich Hanna mehr und mehr, dass ihr Vater sie gewinnen ließ. „Ach, Mensch Papa! So macht das keinen Spaß! Ich will aus eigener Kraft gewinnen! Du sollst nicht immer für mich entscheiden! Da weiss ich gar nicht, was ich alleine kann.“, schrie Hanna ihren Vater an. Menschen, wie Hanna, haben anscheinend einen inneren Drang nach Selbstbestimmung. Viele fühlen sich schwach oder sogar unterdrückt, wenn andere ständig für sie entscheiden, sei es Gutes oder Schlechtes.

 

Ich selbst war mal auf einer Schulung. Da ging es um eine Anleitung wie man mit den Menschen am besten umgeht. Der Schulungsleiter hat in seiner Einleitung herausgearbeitet, wie wichtig es ist, dem Menschen seinen freien Willen zu lassen. Nur so fühlt er sich wirklich gut, frei, wertgeschätzt und nicht zu etwas gezwungen.

 

Ich staunte, weil er das so wichtig nahm, gleichwohl er von Gottes Art mit uns Menschen umzugehen nichts wusste. Sofort kam mir die zweite große Geschichte am Anfang der Bibel in den Sinn (1. Mose 2). Hier spricht Gott direkt mit dem Menschen und verbietet ihm von einem bestimmten Baum zu essen, obwohl er die Macht hat den Baum zu entfernen und damit das Ende der Geschichte zum Guten zu wenden. Er lässt dem Menschen den freien Willen zu essen oder nicht. Gott will keine ferngesteuerten Roboter als Freunde. Damit übernimmt Gott nicht die Verantwortung für die Entscheidung der Menschen.

 

Genau an dieser Stelle dürfen wir eine wichtige Unterscheidung lernen! Achtung: Gott weiß sehr wohl bereits im Voraus, was du machst, was du denkst und wie du dich entscheiden wirst (Jeremia 1,5, Matthäus 10,29-31). Gott ist sogar mächtig genug jeden Menschen so umzubiegen, dass er genau das macht, was Gott will (2. Mose 7,3). ABER das will er nicht! Gott hat uns Menschen zu seinem Ebenbild gemacht (1. Mose 1, 26 = „wir sind von unserem Sinn her so wie Gott, wir sind aber nicht Gott“). Deswegen können und müssen wir uns jeden Tag frei entscheiden, ob wir Gott folgen wollen oder nicht, wie Adam und Eva. Sie haben sich aus freiem Willen gegen Gott entschieden und von dem Baum gegessen. Die Verantwortung für unsere Taten bleibt bei uns Menschen. Gott ist trotz seiner großen Macht nicht verantwortlich dafür, ob wir eines Tages zu ihm in den Himmel dürfen oder nicht.

 

Zu allen Zeiten lädt er uns liebevoll ein: aus freiem Willen Gott wohlgefällig zu leben (1. Mose 2, 15-17, 5. Mose 11, 26-28, Johannes 3,16). Wer die Einladung nicht hört, kann Gott in der Natur erkennen (Römer 1,20). Weil Gott weiß, dass wir uns all zu oft gegen ihn entscheiden, hat er diese Rückkehrwege zu ihm lange vorher vorbereitet und uns kundgetan. So dürfen wir wegen unserem Glauben in den Himmel oder unserer Untreue in die ewige Verdammnis. Keine Sterne oder Orakel oder Karten, keine Herkunft oder Gene oder ähnliches bestimmen mein Leben! Ich kann die Verantwortung nicht anderen zuschreiben (Offenbarung 20,11-15).

 

Kurz gesagt: Unser Gott der Bibel, will als guter Vater zu seinen Kindern eine echte, lebendige Beziehung führen und nicht Chef über willenlose Roboter sein!

 

So wichtig und wertvoll bist Du lieber Leser, liebe Leserin Gott. Diese wahre Liebe, diese wähle ich gerne für mich aus, du auch?

 

Johannes 3,16 Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.

 

Kornel.Mahler[at]lifebase.org

(aus Blättle Nr. 38)