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Hat Gott die ganze Welt in 6 Tagen erschaffen?

Für die Kinder Vitali und Matea ist es nicht so leicht. Gerne hören sie den biblischen Geschichten in der Sonntagsschule zu. Ein Gott, der die Menschen liebt, sein Volk und seine Anhänger beschützen möchte; wer möchte ihn nicht zum Freund haben? Nun ja, aber da ist noch ganz am Anfang der Bibel die Schöpfungsgeschichte. In sechs Tagen, so heißt es dort, soll Gott die ganze Erde, …, Sonne, Mond, Tiere, Menschen gemacht haben.

 

Kann man da heute noch daran glauben? In der Schule wird die Entstehung der Erde doch ganz anders geschildert: Urknall, Gravitationskraft, Wasser, Einzeller, Mehrzeller, der Stärkere überlebt. Und nach vielen Millionen Jahren haben wir unsere Welt vor uns?

 

Was ist nun richtig? Sind die erwähnten Tage von ihrer Zeitdauer, also 24 Stunden, so zu verstehen wie wir sie heute erleben?

 

Ja, dazu gibt es einige wichtige Argumente. In 2. Mose 31,17 sagt Gott selber, dass er die Erde in sechs Tagen gemacht hat. Jetzt bleibt trotzdem die Frage: Meint er hier 24 Stunden oder eine bestimmte Zeit lang? Ab und zu bedeuten nämlich die Zeitangaben in der Bibel wirklich nicht die exakte Zeit in Stunden, sondern einen Zeitabschnitt. Warum sind es also gerade im Schöpfungsbericht wirkliche 24 Stunden? Lies mal 1. Mose 1,5 Hier, wie an den folgenden Tagen, steht: „… und es wurde Abend und wieder Morgen: ein Tag.“. Was für einen Sinn haben Abend und Morgen, wenn es nicht 24-Stunden-Tage wären, sondern jeweils beispielsweise 24 Millionen Jahre? Dann wäre es 12 Millionen Jahre kalt wie in einer Wüstennacht und 12 Millionen Jahre heiß ohne Abkühlung auf der Erde! Wie kann sich hier etwas Lebendiges entwickeln? Denke mal an die Sahara im Gegensatz zum winterlichen Südpol!

 

Nein, wenn sich die Erde einmal um sich herum dreht, dann ist es ein Tag! So ist es hier zu verstehen. Und nur so ist auch das 3. Gebot Gottes zu verstehen. 2. Mose 20, 8-11. Hier ist unser Wochenrythmus beschrieben: 7x24 Stunden; sechs Tage arbeiten und am Sabbat ausruhen, gleich wie der HERR es tat.

 

Weiterhin kann man noch in den Wortgebrauch im hebräischen schauen. Im Schöpfungsbericht wird der Ausdruck „yom“ = „1 Tag“ und nicht „olam“ = „Zeit ohne Ende“ oder „Ewigkeit“ gebraucht. Es liegt an uns, ob wir die Schöpfung wörtlich glauben oder nicht. Eines ist damit aber untrennbar verbunden: Wenn wir anfangen die Bibel, das Wort Gottes, auch nur an einer Stelle als unwahr oder „Märchengeschichte“ zu deuten, so kann man der ganzen Bibel nicht mehr Glauben. Und genau das versucht der Gegner Gottes. Er will, dass die Menschen an der Bibel zweifeln, damit sie nicht aus der Bibel Gottes Plan für unser gutes Leben erfahren.

 

Ich möchte mich nicht in ein Wortgefecht verstricken, aber doch ein paar Gedanken zum Anregen geben.

 

  1. Alles, was die Wissenschaft an Aussagen trifft, ist immer ein Versuch die Wirklichkeit abzubilden. Dies klappt oft besser (Flugzeuge fliegen, GPS hilft uns zur Orientierung) und mal schlechter. Das beste Beispiel dafür sind die zwei Modelle für Licht. Einmal ist Licht ein Teilchen und einmal ist es eine Welle. Wie vorhin in Bezug auf die Bibelkritik erwähnt gilt auch hier: Lässt man nur ein Verständnismodell von Licht gelten, also z. B. das Teilchenmodell, so kann die Wirklichkeit nicht mehr vollständig in mathematischen Formel beschrieben werden, oder nicht?

 

  1. Kein Mensch war beim Urknall dabei und kein Mensch war am ersten Tag der Schöpfungsgeschichte dabei. Mit anderen Worten: Beim Wissenschaftsmodell machen sich Menschen mathematische Modelle, die über viele Millionenjahre zurück die Wirklichkeit beschreiben sollen, gleichwohl die Wirklichkeit heute nicht vollständig und lückenlos beschrieben werden kann. (Es werden sogar immer wieder unerklärbare Dinge entdeckt!)

 

Glauben wir der Bibel, dann ist es Gott, der bei der Schöpfung dabei war und uns dies in der Bibel ausrichtet.

 

In 1. Korinther 1,21 heißt es: „Denn weil in der Weisheit Gottes die Welt durch die Weisheit Gott nicht erkannte, hat es Gott wohlgefallen, durch die Torheit der Predigt die Glaubenden zu erretten.“

 

Erlaubt mir den Vers zu vereinfachen: „Weil Gott selber weiß, dass kein Mensch ihn durch wissenschaftliche Erklärungen und Modelle beweisen und entdecken kann, hat er Freude an seinem Plan. Dieser ist: die Menschen sollen Gott vertrauen und ihm Glauben, dass er mehr kann als wir uns vorstellen können (also die Welt in sechs Tagen erschaffen oder Jesus aus den Toten zu erwecken). Mehr zu dem Thema findest du im Buch: „Die Bibel und das Alter der Erde“ (ISBN 3-7751-2130-7). Ich glaube Gott, Du auch?

 

Kornel.Mahler[at]lifebase.org

(aus Blättle Nr. 40)