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Bei LifeBase feiern wir jeden ersten Sonntag im Monat das Abendmahl. Es ist eines der wenigen Dinge, die Jesus seinen Nachfolgern als immerwährende Aufgabe bis zu seinem Wiederkommen mit auf den Weg gegeben hat. Und das aus gutem Grund: schließlich betont das aus dem jüdischen Passahmahl abgeleitete Abendmahl die zentralen Punkte des christlichen Glaubens: das Sterben Jesus und seinen Sieg über den Tod, der uns die Erlösung und die ewige Gemeinschaft mit dem himmlischen Vater erkauft hat. So sollen wir uns an ihn und sein Handeln hier auf der Erde vor nunmehr 2000 Jahren erinnern, an seine Liebe und Selbsthingabe für uns Menschen.


In den Worten, die Jesus bei seinem letzten Passahmahl mit seinen Jüngern direkt vor seinem Weg ans Kreuz gesprochen hat, wird dies ganz deutlich: er nahm das Brot, dankte und brach’s und gab’s den Jüngern und sprach:

„Nehmet, esset. Das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird. Solches tut zu meinem Gedächtnis.“

Dann nahm er den Kelch und dankte, gab ihnen den und sagte:

„Trinket alle daraus. Das ist mein Blut des Bundes, welches vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden. Solches tut, so oft ihr’s trinket, zu meinem Gedächtnis. Ich sage euch: Ich werde von nun an nicht mehr von diesen Gewächs des Weinstocks trinken bis an den Tag, da ich’s neu trinken werde mit euch in meines Vaters Reich.“

Durch Jesu Tod ist der Weg für die Sündenvergebung und somit der Zugang zu Gott für uns Menschen frei. Diese Gnade wollen und sollen wir auch dadurch wertschätzen, dass wir uns im Abendmahl diese Vergebung neu zusprechen lassen und unseren Dank dafür ausdrücken. Wir dürfen feiern und Gott loben, weil seine Barmherzigkeit und Liebe diese Vergebung bewirken und ein neues freies Leben ermöglichen. So hat dieses gemeinsame Mahl zwei ganz unterschiedliche Aspekte: zum einen die Erinnerung an Jesu leidensvolles Sterben und an unsere Schuld, die letztlich dafür verantwortlich ist – auf der anderen Seite aber auch die Freude über seinen Sieg über Sünde und Tod und sein Versprechen der ewigen Gemeinschaft für alle, die ihm ihr Leben übergeben. Ich denke, dass es daher auch gut ist, beim Feiern des Abendmahls eine Zeit der Stille zu haben, in der jeder sich auf sich selbst besinnt und seine Sünden und Lasten im stillen Gebet zu Gott bringt und mit Gott reinen Tisch machen kann.

Darf ich an Deinen Tisch kommen?
Habe ich das verdient?
Kann ich mir das verdienen?
Was bringe ich dazu mit?
Kann ich Dir überhaupt was geben?
Wie willst Du, dass ich bin?
Wie bin ich wirklich?
Barmherzig, gut und freundlich?
Oder gereizt, genervt und oberflächlich?
Bin ich liebevoll, vergebend und gnädig?
Oder hartherzig, stur und rechthaberisch?
Bin ich mit Dir?
Du hast gesagt: „Ich bin, der ich bin.“
Aber wer bin ich?
Habe ich mein Leben in Deine Hände gelegt?
Dir die Führung überlassen?
Du weißt das alles. Vieles besser als ich. Weil Du mich siehst wie ich bin, aber ich mich gerne so sehe, wie ich sein möchte.
Überraschungen und Geheimnisse gibt es da für Dich nicht.
Und genau so komme ich nun zu Dir. So wie ich bin, wie Du mich kennst, wie Du mich siehst. Mit allem was ich richtig und mit allem was ich falsch mache.
All das trage ich jetzt zu Dir und lege es in Deine Hände. Alles. Und bin frei.
Du hast mir Dein Leben und Dein Sterben zum Geschenk gemacht.
Du hast mir die Auferstehung geschenkt. Weil ich toll und gut bin?
Sicher nicht. Nur weil Du gnädig bist. Weil Du mich angenommen hast. Weil Du mich gerecht gemacht hast. Du kennst mein Herz. Und mein Herz geht über vor Freude. Über Dein Geschenk. Über Deine Einladung, an Deinen Tisch zu kommen.
Ich darf nicht nur lesen oder hören, nein, ich darf schmecken und sehen wie freundlich Du bist.
Darf ich an Deinen Tisch kommen?
Ja, ich darf an Deinen Tisch kommen und leben. Ich bin eingeladen.
Halleluja und Amen.

(Bettina Enz)

Mit dem Zuspruch der Vergebung können wir dann das gemeinsame Mahl voller Freude und Dank feiern. Wir dürfen auch unseren Blick ganz weit machen und uns bewusst werden, dass wir Teil des weltweiten und zeitübergreifenden Leibes Christi sind und gemeinsam mit allen, die an Jesus glauben auf eine ewige Gemeinschaft mit ihm zugehen. So soll das gemeinsame Mahl eine Kraftquelle für unser Leben und eine Wegzehrung sein, die uns zeigt, dass unser Herr mit uns auf dem Weg ist.

Praktisch reichen wir zum Abendmahl einfaches, geschnittenes Brot und Wein und Traubensaft in Einzelkelchen.