Rechnen wir noch mit der Wiederkunft Christi?

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 08. Oktober 2016 um 20:08 Uhr

„Amen, ja, komm, Herr Jesus!“ (Offenbarung 22, 20b) 

62 impuls

Manfred Siebald singt in einem Lied: „Wir beten laut: Herr, komm doch wieder. Und denken leise: Jetzt noch nicht.“ Vielleicht hat es Zeiten gegeben, in denen die christliche Gemeinde laut gebetet hat: „Komm bald, Herr Jesu!“ Ich habe allerdings dieses Gebet in den letzten Jahren so gut wie überhaupt nicht mehr gehört. Dafür ist der leise Gedanke „jetzt noch nicht“ immer lauter geworden.

Unsere kurzfristigen Ziele in der Gemeinde sind so bestimmend geworden, dass eine Wiederkunft Jesu zum jetzigen Zeitpunkt fast undenkbar erscheint. Viele haben das Thema: „Wiederkunft Christi“ völlig abgehakt. Vielleicht machen wir uns zu wenig bewusst, dass Jesus Christus auf jeden Fall wiederkommen wird. Das große und letzte Ziel unseres Glaubens ist nicht die lebendige Gemeinde in meiner Stadt, sondern die vollendete Gemeinde in der Ewigkeit bei Gott. Dieses letzte große Ziel macht uns Jesus Christus möglich.

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Jesaja 66,13: Gott spricht: "Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet."

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 21. Oktober 2015 um 06:57 Uhr

Ich brauche Trost. Zum Beispiel, wenn ich frustriert bin, weil ich mich bis zum Umfallen engagiert habe und es danach vor allem Kritik hagelt. Das macht fertig. Oder wenn ich traurig bin, weil mir jede Perspektive abhandengekommen ist oder der Schwung für neue Taten. Vor allem, wenn jemand stirbt, der mir viel bedeutet, brauche ich Trost.

Das geht Ihnen sicherlich auch so. Nicht immer, zum Glück, aber immer mal wieder. Wir brauchen Trost immer dann, wenn uns etwas verloren geht, das unser Leben ausgemacht hat: sei es die Heimat, sei es der Job, die Ehe oder eben ein Mensch. Und wenn ich die Nachrichten sehe, die sich meistens um Katastrophen drehen, frage ich mich: Ist die Welt noch bei Trost?

Ich habe zwei Arten des Trostes entdeckt. Die eine ist ein Mensch, der mich einfach seine Nähe spüren lässt. Vor dem ich mich nicht rechtfertigen muss. Ein Mensch, bei dem ich mal durchatmen, vielleicht auch eine Träne weinen kann. Das tut einfach gut und es tröstet schon, dass ich so ehrlich sein kann.

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Auspacken nicht vergessen!

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 21. Oktober 2015 um 07:04 Uhr

Meine Großmutter stammte aus einer Familie, in der es nicht üblich war, Geschenke auszupacken. Mein Bruder und ich hatten dafür kein Verständnis. Brennend warteten wir darauf, dass sie das Geschenk auswickelte. Aber unsere Großmutter blieb dabei: „Ich freue mich darüber, dass ich beschenkt worden bin. Was ich geschenkt bekomme, das ist zweitrangig.“ Ihr sicherlich edles Verhalten hat uns trotz ihrer Beharrlichkeit nicht überzeugen können. Wir wollten wissen, was drin ist. Das ist doch eigentlich auch normal – oder?

Pastor Siegfried Dehmel schrieb einmal: „Mit Weihnachten ist es wie mit einem kunstvoll verpackten Geschenk. Was wirklich drin ist, sehen wir nur, wenn wir uns ans Auswickeln machen.“

So ist es. Ich habe den Eindruck, dass sich viele Menschen mit der Verpackung zufrieden geben und das eigentliche Geschenk gar nicht in Augenschein nehmen. Es gibt zu Weihnachten viel „Verpackung“. Sie ist größtenteils sehr schön, aber sie versperrt oft den Blick auf das Eigentliche. Wer sich mit der Verpackung zufrieden gibt, der verpasst das Wichtigste.

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Ebbe im Glauben?

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 16. Juli 2015 um 13:38 Uhr

Im vorigen Jahr war ich mit meiner Frau in Husum. Der Schriftsteller Theodor Storm, der in dieser Stadt lebte, bezeichnete Husum als eine „Graue Stadt am Meer“. So grau empfanden wir jedoch die nette Stadt nicht. Husum hat einen Tidenhafen. Der Wasserstand ist also von den Gezeiten – Ebbe und Flut – abhängig. Einmal sahen wir die Boote bei Ebbe tief unten im fast trockenen Hafenbecken. Das rege Treiben war zum Stillstand gekommen. Selbst die schönsten und teuersten Boote lagen fest. Der Anblick erinnerte mich an einen Artikel, den Pastor Wilfried Wiegand vor vielen Jahren schrieb. „Ebbe im Glauben“ hatte er den Artikel überschrieben. Auch im Glaubensleben kann es zu Zeiten kommen, in denen Stillstand herrscht. Die Ursachen können unterschiedlich sein.

„Ebbe im Glauben“ erkennt man daran, dass man offensichtlich keine Zeit und keine Freude zum Gebet und zum Bibellesen hat. Zum Gottesdienst, zur Bibelstunde oder zum Hauskreis zieht es einen dann auch nicht mehr. Mit dem Gottvertrauen sieht’s kümmerlich aus. Die Freude am Glauben fehlt.

Man darf solche Zeiten nicht auf die leichte Schulter nehmen. Charles Haddon Spurgeon hat einmal gesagt: „Wenn Ebbe im Glauben ist, dann steigt die Flut der Sünde.“ Deshalb muss man solch eine „Ebbe im Glauben“ ernst nehmen. Man kann sich sehr schnell an Missstände gewöhnen und Missstände für normal halten. Das ist aber nicht gut.

In der Natur wechseln Ebbe und Flut in einem ständigen Rhythmus, den man sogar genau berechnen kann. Aber die „Ebbe im Glauben“ geht nicht nach wenigen Stunden von selbst vorüber. Wir können sie auch nicht allein überwinden. Eigentlich gibt es nur eine Lösung für das Problem. Pastor Wilfried Wiegand schrieb in seinem Artikel: „Die Ebbe im Glauben hat da ein Ende, wo die Verbindung zur Quelle des Lebens wieder da ist, zu Jesus Christus und seinem Wort.“

Jesus Christus hat eine Einladung ausgesprochen: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid: ich will euch erquicken.“ (Mt 11,29)

Durch Jesus Christus empfangen wir Vergebung unserer Schuld und neue Kraft zum Glauben und Gottvertrauen.

Hans Greiff
(Mit Jesus unterwegs, Nr. 4 Juli/August 2013)

 

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